Riechen und Fühlen – von der Geburt bis ins hohe Alter

Menschen beginnen bereits im Mutterleib, ihre Umgebung zu riechen. Nach der Geburt sind Gerüche im Leben allgegenwärtig und beeinflussen erwiesenermaßen unseren Gemütszustand. Riechstörungen – von verminderter Wahrnehmungsschärfe bis hin zum völligen Geruchsverlust – werden mit zunehmendem Alter immer häufiger und können weitreichende Konsequenzen auf den Alltag und die emotionale Stabilität haben. Auch Unfälle und bestimmte Erkrankungen beeinträchtigen den Geruchssinn oder zerstören ihn sogar völlig, manchmal bereits früh im Krankheitsverlauf. Daher werden Riechtests immer häufiger eingesetzt, um bestimmte Erkrankungen zu entdecken, und Riechtraining erweist sich zunehmend als äußerst effektiv in der Behandlung.

Mag. Dr. Eva Heuberger

Studium der Pharmazie und Promotion in Pharmazeutischer Chemie an der Universität Wien. Langjährige, universitäre Forschungstätigkeit zum Geruchssinn, zur Wirksamkeit von Duftstoffen und ätherischen Ölen auf physiologische und kognitive Prozesse und zur Rolle von Gerüchen bei Angst- und depressiven Erkrankungen. Forschungsaufenthalte an der LMU-München und der University of Pennsylvania, Philadelphia (PA). Zahlreiche Fachpublikationen in verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften. Selbständig tätig als Autorin, Referentin, freie Lektorin (ADM) und in der Wissenschaftskommunikation (www.wissen-schaffts.de).