Prof.in Dr. rer. cur. Sandra Bensch

Aromatherapie: Ergebnisse aus der Pflegeforschung

Die Aromatherapie erfreut sich zunehmender Beliebtheit in den pflegerischen Fort- und Weiterbildungen, besonders als Element fachpraktischer Übungen. Ihre wissen-schaftliche Fundiertheit, zum Beispiel in Bezug auf ihren Einfluss und ihre Wirkung, wird oft von den Pflegenden hinterfragt. Aromatherapie ist als Gegenstand in der Pflegeforschung angekommen.

Die Datenbanken Psyndex, CINAHL und Cochrane Library geben einen Überblick zu aktueller pflegerischer Forschung rund um die Aromatherapie. Mit der Suchkette „Aromatherapy or essential oils or aroma therapy“ lassen sich verbunden mit ver-schiedenen Forschungsdesigns beziehungsweise Methodologien zahlreiche Studien finden. Für einen Überblick wird sich auf Beobachtungs- und Interventions-studien, qualitative Studien sowie systematische Reviews und Metaanalysen konzentriert. Im Vortrag werden Beispiele zu jedem Punkt erläutert.

Zu konstatieren ist, dass sich Aromatherapie in den recherchierten Studien mit verschiedenen Themen und Perspektiven verbindet. Einfluss und Wirkung von Aromatherapie wird zum Beispiel bei Kindern bis zu alten Menschen und bei be-sonderen Populationen wie Schwangeren, Menschen mit Schlafstörungen sowie Patienten mit speziellen Krankheiten wie Depression, Schlaganfall oder Krebs unter-sucht. Dabei wird Aromatherapie auch mit weiteren Interventionen in Verbindung gesetzt, zum Beispiel mit Yoga, Massagen oder Musik.

Schlussendlich zeigt sich, dass nicht nur pflegerische Adressatengruppen vom entspannenden Effekt der Aromatherapie profitieren, sondern auch die Pflegenden selbst. Damit kommt der Aromatherapie mit Blick auf die aktuellen Arbeitsbedin-gungen der pflegerischen Felder in Deutschland eine besondere Bedeutung zu.

Zur Person
Prof.in Dr. Sandra Bensch ist Krankenschwester, Diplom-Pflegepädagogin (FH), MScN und an der Katholischen Hochschule Mainz für die Lehre und Forschung in Pflege-praxis und Pflegedidaktik zuständig. Außerdem ist sie Mitglied der Vertreterver-sammlung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz und dort im Ausschuss „Weiter- und Fortbildung“.